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September 10, 2026
Deftpower
Oct 13, 2024

MSP und CPO: Die Partnerschaft, die das Laden profitabel macht

Fast das gesamte letzte Jahrzehnt beruhte das Ladegeschäft auf einer Idee: mehr Ladepunkte bauen und mehr Energie verkaufen. Dieses Modell hat das Netz geschaffen, auf das Europa heute angewiesen ist, doch es stößt inzwischen an seine Grenzen

Deftpower
Oct 13, 2024

Dieser Artikel erschien zuerst bei electrive am 31. August 2026.

Netzengpässe und der Ausbau erneuerbarer Energien haben die Strompreise volatiler gemacht, sodass Wachstum nicht mehr allein durch neue Ladepunkte entstehen kann. Stattdessen hängt es davon ab, die vorhandene Infrastruktur besser auszulasten, und das erfordert Einfluss darauf, wo und wann Fahrer laden. Genau hier wird die Partnerschaft zwischen CPO und MSP entscheidend.

Die Ökonomie des Ladens entwickelt sich weiter

Überall in Europa haben Betreiber stark in Infrastruktur investiert, doch viele Standorte erreichen noch nicht die Auslastung, die für gesunde Margen nötig ist. Netzanschlüsse, volatile Energiepreise und eine Nachfrage, die sich in teuren Spitzenstunden ballt, belasten den Business Case.

Ein Ladepunkt, der einen Großteil des Tages ungenutzt bleibt und dann das Netz belastet, wenn alle gleichzeitig laden, trägt sich kaum. Betreiber brauchen einen Weg, diese Nachfrage zu steuern, und der beginnt beim Partner, der dem Fahrer am nächsten steht: dem MSP.

Cashback macht aus Nachfrage einen Mehrwert für Betreiber und Fahrer

Der MSP wird zum Kanal, über den ein CPO Fahrer erreicht, die er allein nicht beeinflussen kann. So verlagert sich Nachfrage weg von der teuren Abend-Spitzenlast, und Ladepunkte, die zuvor ungenutzt blieben, füllen sich. Die Daten von Deftpower aus mehr als 10 Millionen Ladevorgängen zeigen, dass sich im Schnitt 67 % der Ladenachfrage in Nebenzeiten verschieben ließe, bislang jedoch ungenutztes Potenzial.

CPOs wie TotalEnergies, Allego, Velian und Ubitricity sowie der niederländische Verteilnetzbetreiber Liander und der Energieversorger Vattenfall arbeiten bereits so mit Deftpower. Die Partnerschaft mit TotalEnergies in den Niederlanden zeigt beispielhaft, was sich ändert, wenn Fahrer belohnt werden: Erstempfänger von Cashback verlagerten 12 % mehr ihrer Ladevorgänge in Nebenzeiten und luden pro Sitzung 61 % mehr Energie als der Netzdurchschnitt.

Der MSP ist zum Nachfrage-Orchestrator geworden

MSPs galten lange als die kundenseitige Zugangs- und Zahlungsebene: die App, die Karte, die Rechnung und der Support dahinter. Diese Rolle besteht weiterhin, hat sich aber durch Innovation weiterentwickelt. MSPs sind heute auch Nachfrage-Orchestratoren und Aggregatoren, die dem Fahrer am nächsten stehende Partei, die beeinflussen kann, wo und wann geladen wird, noch bevor ein Ladevorgang beginnt.

Diese Nähe ist es, die Anreize in großem Maßstab wirken lässt, ob Fahrer für das Laden an einem bestimmten Standort, in Nebenzeiten oder für das Teilen ihrer Abfahrtszeit belohnt werden, damit sich Nachfrage in günstigere, netzfreundliche Zeiten verschiebt. Bündelt ein MSP die Ladeentscheidungen Tausender Fahrer, entsteht daraus eine relevante und planbare Flexibilität für den Betreiber.

Die Partnerschaft, mit der sich das Laden für alle lohnt

Die Ökonomie des Ladens hängt heute von Nachfrage-Orchestrierung ab, und kein Betreiber meistert sie allein. Indem MSPs Fahrer dazu bewegen, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu laden, helfen sie CPOs, Energiekosten an der Quelle zu senken und Ladepunkte zu füllen, die sonst ungenutzt blieben.

Daten zeigen, dass smartes Laden die Energiebeschaffungskosten um durchschnittlich rund 10 % senkt, und niedrigere Kosten erlauben Betreibern wettbewerbsfähigere Preise, die Fahrer zurückkehren lassen. Das Netz wird profitabler, das Stromnetz wird in Spitzenzeiten entlastet, und Fahrer laden günstiger: drei Vorteile, die nur gemeinsam entstehen, wenn CPO und MSP als Einheit arbeiten.